Welche Akku-Werkzeuge für Einsteiger braucht man als Heimwerker wirklich?

Diese 5 Akku-Werkzeuge für Einsteiger brauchst du wirklich – inkl. Produkt-Tipps für Heimwerker und DIY-Profis.

Einführung: Warum diese Frage wichtig ist

Du willst ein Regal aufbauen – und weißt nicht, welches Gerät du brauchst. Jeder Heimwerker-Einsteiger steht vor der Qual der Wahl. Der Markt ist voll von Akku-Werkzeugen in allen Formen und Preisklassen. Ohne Erfahrung ist es schwer zu erkennen, welche Akku-Werkzeuge für Einsteiger wirklich notwendig sind und welche eher Luxus oder Spezialfall sind. Dazu kommt, dass Akku-Technologie in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat – von leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus bis hin zu bürstenlosen Motoren.

Gleichzeitig locken günstige No-Name-Sets mit vermeintlich allem, was man braucht, während bekannte Marken mit langlebigen System-Akkus werben. Für Anfänger ist es entscheidend, eine fundierte Auswahl zu treffen, um weder unnötig Geld auszugeben noch beim ersten Projekt frustriert aufzugeben. In diesem Ratgeber klären wir, welche akkubetriebenen Werkzeuge zur Grundausstattung eines Heimwerkers gehören und wie man sinnvoll erweitert, ohne typische Fehler zu begehen.

Die 5 Basis-Werkzeuge für Heimwerker

Akku-Werkzeuge für Einsteiger
Tipp: Grafik anklicken zum Vergrößern

Als Heimwerker-Einsteiger sollte man zunächst in eine solide Grundausstattung an Akku-Werkzeugen investieren. Fünf Geräte haben sich als Must-Haves herauskristallisiert, da sie ein breites Spektrum typischer DIY-Arbeiten abdecken:

  1. Akkuschrauber – Der kompakte Allrounder zum Schrauben und leichten Bohren, oft das erste Gerät in jeder Werkstatt.

  2. Akku-Bohrschrauber – Ein kräftigerer Bohrer-Schrauber (ideal mit Schlagfunktion) für Bohrlöcher in Wände und vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

  3. Akku-Stichsäge – Die flexible Säge für Holz und Kunststoffe, um Ausschnitte und Kurvenschnitte präzise ausführen zu können.

  4. Akku-Multitool – Ein oszillierendes Multifunktionswerkzeug zum Sägen, Schleifen und Schaben an schwer zugänglichen Stellen – das “Schweizer Taschenmesser” unter den Elektrowerkzeugen.

  5. Akku-Winkelschleifer – Ein winkelförmiger Trennschleifer zum Schneiden und Schleifen von Metall, Fliesen oder Stein; auch nützlich zum Entrosten und Schärfen.

Diese fünf Basis-Werkzeuge decken rund 90 % der typischen Heimwerker-Projekte ab – also alles vom Bilder aufhängen bis zum Möbelbau – vom Möbelaufbau über Renovierungsarbeiten bis hin zu kleineren Reparaturen rund ums Haus. In den nächsten Abschnitten stellen wir jeden Werkzeugtyp einzeln vor, erklären ihre Anwendung und worauf man beim Kauf achten sollte. So kannst du einschätzen, welches Modell für dich passt – und warum diese Geräte in keiner Heimwerker-Grundausstattung fehlen dürfen.

1. Akkuschrauber – Kompakt und unverzichtbar für Schraubarbeiten

Was ist ein Akkuschrauber?

Ein handliches, akkubetriebenes Schraubgerät. Klassische Akkuschrauber (oft auch Mini-Schrauber genannt) sind kleiner und leichter als Bohrschrauber. Statt eines Bohrfutters haben sie meist eine Sechskant-Aufnahme für Bits. Der Akkuschrauber ist das Einstiegsgerät schlechthin, weil er bei unzähligen Aufgaben hilft: Möbel zusammenschrauben, Regale aufbauen, Scharniere befestigen – überall dort, wo Schrauben eingedreht oder gelöst werden. Er ersetzt den mühsamen Hand-Schraubendreher und spart enorm Zeit und Kraft.

Akkuschrauber

Ein Akku-Bohrschrauber ohne Schlag ist ein vielseitiges Werkzeug, das sowohl zum Bohren als auch zum Schrauben verwendet werden kann. Im Gegensatz zum klassischen Akkuschrauber, der hauptsächlich für Schraubarbeiten gedacht ist und meist eine Sechskant-Aufnahme für Bits hat, besitzt der Akku-Bohrschrauber ein Bohrfutter, das verschiedene Bohrergrößen aufnehmen kann.

Da er auch zum Schrauben genutzt werden kann, wird er oft ebenfalls als „Akkuschrauber“ bezeichnet. Der Unterschied liegt vor allem in der Flexibilität: Ein Akku-Bohrschrauber kann mehr, ist aber meist etwas größer und schwerer als ein spezieller Akkuschrauber. Für reine Schraubarbeiten reicht ein klassischer Akkuschrauber oft völlig aus.

Vorteile für Einsteiger:

Ein Akkuschrauber ist leicht, kompakt und intuitiv zu bedienen – und besonders gut geeignet für Einsteiger mit wenig Kraft oder handwerklicher Erfahrung, z. B. Senioren oder Jugendliche. Man kommt damit in enge Ecken, und Über-Kopf-Arbeiten sind einfacher, weil das Gerät nicht so schwer ist. Anfänger schätzen auch die praktischen Extras vieler Modelle – z. B. integrierte LED-Leuchten, die die Arbeitsstelle ausleuchten, oder eine automatische Drehmomentabschaltung, die ein Überdrehen der Schraube verhindert.

Akkuschrauber im Einsatz

Einsatzgrenzen:

Reine Akkuschrauber stoßen an ihre Grenzen, wenn härtere Materialien ins Spiel kommen. Für einfache Holzschrauben reichen sie völlig, aber ohne Bohrfunktion kommt man z. B. beim Dübellöcher bohren in Beton nicht weit. Hierfür wäre ein Bohrschrauber oder Bohrhammer nötig. Als erstes Akku-Werkzeug ist der Akkuschrauber aber ideal – er gehört zur absoluten Grundausstattung jedes Haushalts.

Kauf-Tipp:

Achte auf ein Modell mit Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion), da diese Akkus keinen Memory-Effekt haben und sich kaum selbst entladen. Für gelegentliche Schraubarbeiten genügt oft ein kleiner 3,6V- oder 12V-Akkuschrauber. Beispiel: Der bekannte Bosch IXO (3,6V) ist sehr handlich für Möbelmontage, hat allerdings einen fest verbauten Akku – für Einsteiger ideal, für Vielnutzer mit hohem Pensum möglicherweise eine Einschränkung.

[👁️ Produkt-Tipp: Dieser Absatz kann später durch ein AAWP-Element ersetzt werden.]. Wer etwas mehr Power möchte, greift zu einem 12V-Schrauber – die sind immer noch kompakt, aber schon kräftiger. Wichtig ist auch ein Satz Wechselbits in verschiedenen Größen, der oft im Set enthalten ist.

 2. Akku-Bohrschrauber – Bohrer und Schrauber in einem

Was ist ein Akku-Bohrschrauber?

Akkuschrauber vs. Akkubohrschrauber vs Akkuschlagbohrschrauber
Tipp: Grafik anklicken zum Vergrößern

Hierbei handelt es sich um eine kräftigere Variante des Akkuschraubers mit Bohrfutter. Ein Akku-Bohrschrauber kann nicht nur Schrauben eindrehen, sondern auch bohren – in Holz, Kunststoff und mit Schlagfunktion sogar in Mauerwerk. Viele Modelle werden auch als Akku-Schlagbohrschrauber bezeichnet, wenn sie eine zuschaltbare Schlagfunktion zum Bohren in Beton oder Stein haben.

Dieses Gerät vereint also Bohrmaschine und Akkuschrauber in einem – im Vergleich zum reinen Akkuschrauber deutlich kraftvoller, aber auch schwerer und ist ein echtes Universalwerkzeug: vom Bilder-Aufhängen bis zum Bau eines Gartenhauses ist alles machbar.

Akkuschrauber, Bohrschrauber oder Schlagbohrschrauber?
Diese drei Begriffe werden oft durcheinandergeworfen – dabei gibt es klare Unterschiede. Ein Akkuschrauber ist leicht und kompakt, ideal fürs Schrauben. Ein Akku-Bohrschrauber kann zusätzlich bohren – dank Bohrfutter und stärkerem Motor. Der Schlagbohrschrauber bringt noch mehr Power mit – durch eine integrierte Schlagfunktion, mit der auch harte Materialien wie Beton bearbeitet werden können.

Warum sind die Unterschiede so wichtig? Während der kleine Akkuschrauber bei harten Materialien an seine Grenzen kommt, liefert ein 18V-Akku-Bohrschrauber genügend Kraft für größere Schrauben und Bohrlöcher. Für Einsteiger ist er enorm praktisch, weil man mit einem Gerät sowohl schrauben als auch bohren kann, ohne ein Kabel ziehen zu müssen. Moderne Akku-Bohrschrauber der 18-Volt-Klasse können in vielen Fällen sogar die traditionelle kabelgebundene Bohrmaschine ersetzen – z. B. beim Regalaufbau oder beim Bohren von Dübellöchern in Betonwänden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

powered by Einhell

Worauf du beim Kauf von einem Akku-Bohrschrauber für Einsteiger achten musst

  • Spannung und Leistung: Üblich sind 18V-Modelle (in manchen Ländern auch als „20V Max“ vermarktet – das ist technisch das Gleiche). 18 Volt hat sich als Standard für Heimwerker etabliert, da hier das beste Verhältnis aus Kraft und Gewicht erreicht wird. Zudem gehört 18V bei vielen Herstellern zum breitesten und kompatibelsten Akku-Ökosystem – ideal, wenn du später weitere Geräte ergänzen möchtest. Es gibt auch 12V-Bohrschrauber (kompakter, für leichtere Arbeiten) sowie 36V-Geräte (für sehr anspruchsvolle Aufgaben, meist Profi-Segment). Als Einsteiger fährst du mit 18V gut, denn damit kannst du auch mal ein Loch in Beton bohren, wenn der Bohrer und das Gerät entsprechend ausgelegt sind.

  • Schlagfunktion: Empfehlenswert ist ein Schlagbohrschrauber, also ein Modell mit abschaltbarer Schlagbohr-Funktion. So bist du flexibel, falls du z. B. ein Loch in eine Ziegelwand bohren musst. Ohne Schlag reicht die Kraft oft nicht für mineralische Baustoffe. Wichtig: Ein Akku-Schlagbohrschrauber ersetzt für wenige Löcher den Bohrhammer, aber für umfangreiche Betonarbeiten ist ein SDS-Bohrhammer (meist kabelgebunden oder als 36V-Akku) die bessere Wahl.

  • Drehmoment und Gänge: Schau auf das maximale Drehmoment (Nm). Für Heimwerker sind ~40–60 Nm schon ordentlich. Zwei Gänge (Langsam für Schrauben, Schnell für Bohren) sind Standard und sorgen für bessere Kontrolle.

  • Ergonomie: Ein gutes Gerät liegt ausgewogen in der Hand, hat vielleicht einen Zusatzhandgriff für Zweihand-Betrieb beim Bohren und eine Motorbremse, die das Nachlaufen des Bohrfutters sofort stoppt, sobald man den Auslöser loslässt.

Worauf du beim Kauf von Akku-Werkzeug für Einsteiger achten musst
Tipp: Grafik anklicken zum Vergrößern

Tipp: Viele Hersteller bieten Starter-Sets an (ab etwa 100 € erhältlich), in denen ein Akku-Bohrschrauber mit zwei Akkus und Ladegerät enthalten ist. So etwas kann sinnvoll sein, da du die gleichen Akkus später für weitere Werkzeuge derselben Marke verwenden kannst. Preislich sind Sets oft günstiger als Einzelkäufe und du bist von Beginn an gut ausgerüstet.

[🛒 Platzhalter für Produktbox: Starter-Set Empfehlung mit AAWP oder Bild/Link-Integration]

3. Akku-Stichsäge – Flexibles Sägewerk für Kurven und Zuschnitte

Einsatzgebiet der Stichsäge: Du willst ein Spülbecken einbauen – und brauchst einen präzisen Ausschnitt in der Arbeitsplatte? Genau hier kommt die Stichsäge ins Spiel. Wo immer du Holzplatten, Bretter, Kunststoff oder dünnes Metall schneiden musst, ist sie das ideale Werkzeug. Für einen Heimwerker-Einsteiger ist sie meist die erste Säge, weil sie sehr vielseitig ist – und im Vergleich zu einer Handkreissäge oder Tischsäge deutlich leichter zu kontrollieren.

Du kannst gerade Schnitte, Gehrungen, Rundungen und Ausschnitte (z.B. ein Loch für ein Spülbecken in der Arbeitsplatte) mit einer Stichsäge erledigen. Akku-Stichsägen bieten dir dabei die Freiheit, auch mal draußen oder fern von der Steckdose sägen zu können, z. B. beim Terrassenbau.

Akku Stichsäge
Akku Stichsäge Einsatzgebiete Material
Typische Einsatzbereiche einer Akku-Stichsäge

Vorteile für Anfänger: Die Handhabung einer Stichsäge ist relativ einfach zu erlernen. Moderne Geräte haben einen Pendelhub, der das Sägeblatt vor- und zurück bewegt, um den Materialabtrag zu erhöhen – diesen kann man je nach Material einstellen (für feine Schnitte kleiner Pendelhub, für schnelle grobe Schnitte höherer Pendelhub).

Einsteiger sollten zunächst langsamer sägen und das richtige Sägeblatt für das Material wählen (Holz, Metall, Kunststoff – jeweils gibt es spezielle Sägeblätter). Mit etwas Übung sind auch Freihandschnitte auf Anriss machbar, z. B. geschwungene Formen für ein Regal. Ein altes Brett aus dem Baumarkt eignet sich gut zum Üben.

Darauf achten:

  • Leistung und Hublänge: Eine 18V-Stichsäge ist empfehlenswert, da hier genug Power für dickere Bretter vorhanden ist. Die Hublänge (wie weit das Blatt auf/ab geht) beeinflusst die Schnittleistung – gängige Werte sind 20-26 mm.
  • Sägeblatt-Wechsel: Ideal ist ein werkzeugloses Schnellwechselsystem fürs Sägeblatt. Dann kannst du blitzschnell das Blatt tauschen, ohne erst einen Schraubendreher oder Inbusschlüssel zu suchen. Einsteiger wechseln oft die Materialien, daher ist das sehr praktisch.
  • Führung und Fußplatte: Die Fußplatte (Sägefuß) sollte stabil und verstellbar sein (für Gehrungsschnitte neigbar). Achte auf eine gute Sicht auf die Schnittlinie – manche Stichsägen haben Gebläse, die Sägespäne wegpusten, oder integrierte Beleuchtung.
  • Sicherheit und Anwendung: Fixiere das Werkstück gut (z.B. mit Zwingen an einer Werkbank), bevor du sägst, damit nichts verrutscht. Verwende das richtige Sägeblatt und lass die Säge das Werk machen – mit zu viel Druck erzwingt man nichts außer vielleicht einen Blattbruch.

Für saubere Kanten kann es helfen, Malerkrepp auf die Schnittlinie zu kleben (verhindert Ausrisse im Furnier). Insgesamt ist die Akku-Stichsäge ein ungemein nützliches Werkzeug – ideal, um einen Regalboden zu kürzen oder ein Kabeldurchlass-Loch in eine Schreibtischplatte zu sägen, um DIY-Möbel anzupassen, Laminat zurechtzuschneiden oder Ausschnitte zu sägen, ohne eine große stationäre Säge zu benötigen.

Akku-Stichsäge liegt auf einem Bauplan

 4. Akku-Multitool – Das vielseitige Multitalent für Feinarbeiten

Was ist ein Multitool? Ein Akku-Multitool (auch oszillierendes Multifunktionswerkzeug genannt) ist wie ein elektrisches schweizer Taschenmesser für Heimwerker – ein kompaktes, vielseitiges Werkzeug, das mit schnellen Schwingungen (Oszillation) verschiedene Aufsätze antreibt. Durch Wechsel der Aufsätze kann man mit demselben Gerät sägen, schleifen, schaben, schneiden und mehr.

Für Heimwerker ist es ein wahrer Problemlöser: z.B. bündiges Absägen von überstehenden Schrauben oder Rohren, Ausschnitte in Gipskarton, Entfernen von Fugenmörtel, Abschleifen kleiner Flächen oder Entfernen von alten Silikonfugen – all das schafft ein Multitool mit dem passenden Zubehör.

Akku Multitool mit Zubehör

Warum Anfänger es lieben: Gerade wenn man Renovierungsarbeiten hat, kommt irgendwann der Moment: “Mit welcher Säge komme ich hier bloß rein?” Etwa ein alter Türrahmen, bei dem unten etwas abgetrennt werden muss, ohne die Wand zu beschädigen. Das Multitool rettet dich in solchen Situationen.

Durch die oszillierende Bewegung (der Aufsatz schwingt nur wenige Grad hin und her) kann man sehr präzise und vibrationsarm ansetzen, wo andere Werkzeuge nicht hinkommen. Für Einsteiger ist es beruhigend zu wissen, dass man mit einem Multitool auch unvorhergesehene Aufgaben meistern kann, ohne gleich spezielles Werkzeug nachkaufen zu müssen. Es ist sozusagen der Joker im Werkzeugkoffer.

Typische Anwendungen:

  • Kürzen von Fussleisten direkt an der Wand.
  • Ausschneiden einer Aussparung in bereits verlegtem Laminat oder Paneel.
  • Entfernen von alter Farbe oder Fliesenkleber mit einem Schaber.
  • Schleifen in Ecken, wo ein normaler Schleifer nicht hinkommt (mit Dreiecksschleifplatte).
  • Aussägen von Ausschnitten in Gipskartonplatten (z.B. für Steckdosen).

Worauf achten beim Multitool-Kauf:

  • Aufsatzsystem: Gängig ist der Starlock-Aufnahmestandard (entwickelt von Bosch und Fein). Viele Multitools nutzen dieses oder ein ähnliches Schnellspannsystem. Wichtig ist, dass du Zubehör leicht nachkaufen kannst. Markenzubehör kann teuer sein, aber es gibt mittlerweile viele kompatible Aufsätze von Drittherstellern.
  • Geschwindigkeitseinstellung: Fast alle guten Multitools haben eine variable Oszillationsgeschwindigkeit. So kannst du die Schwingungszahl ans Material anpassen (langsamer für Metall, schneller für Holz z.B.).
  • Vibration und Handling: Achte auf ein Gerät mit guter Vibrationsdämpfung. Günstige Multitools können recht stark in der Hand vibrieren, was bei längerer Nutzung unangenehm ist. Ein gummierter Griff und solide Bauweise zahlen sich hier aus.
  • Akku und Leistung: Auch hier ist 18V Standard für ordentliche Leistung. 12V-Geräte gibt es ebenfalls; sie können für sehr leichte Arbeiten ausreichen und sind schön handlich, stoßen aber schneller an Grenzen bei härteren Materialien.

Ein Multitool ist vielleicht nicht das allererste Gerät, das ein Heimwerker braucht. Aber spätestens wenn du das erste Mal eine Silikonfuge entfernst oder eine Steckdose in Gipskarton setzen willst, wirst du froh sein, es im Werkzeugkoffer zu haben. Es sollte also auf deiner Ausbau-Liste ganz oben stehen. Viele, die einmal eines benutzt haben, möchten es nicht mehr missen, denn es kann Arbeitsgänge enorm erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen.

Sägen Schleifen Schaben

5. Akku-Winkelschleifer – Trennen, Schleifen und Entgraten mit Power

Einsatzbereich: Der Winkelschleifer (umgangssprachlich auch „Flex“ genannt, nach einer bekannten Marke – ursprünglich entwickelt von der Firma FLEX-Elektrowerkzeuge GmbH, die den ersten Winkelschleifer 1954 auf den Markt brachte) ist das Standardwerkzeug zum Trennen und Schleifen von Metall.

Aber damit hört es nicht auf: Mit einer diamantbeschichteten Trennscheibe schneidest du auch Fliesen oder Betonsteine, mit Fächerschleifscheiben kannst du Metall entgraten oder sogar Holz grob schleifen, und Drahtbürsten-Aufsätze erlauben das Entrosten von Geländerstäben oder das Entfernen von alter Farbe auf Metall.

Kurz: Ein Akku-Winkelschleifer erweitert deine Fähigkeiten insbesondere im Bereich Metallbearbeitung – du willst einen alten Gartenzaun entrosten oder ein Rohr in der Garage kürzen? Genau dafür ist er gemacht und grobe Zuschnitte, was in Haus und Garten öfter vorkommt, als man denkt (z.B. Metallrohr kürzen, Schraubenköpfe abschleifen, Pflasterstein anpassen).

Einsatzgebiete für einen Akku Winkelschleifer

Akku oder Kabel? Was wirklich reicht:

Früher galten Akku-Winkelschleifer als schwächer als Netzgeräte, doch die heutigen 18V-Modelle liefern erstaunliche Leistung. Für typische Heimwerker-Aufgaben (etwa ein paar Schnitte in einem Stahlprofil oder das Abschleifen einer Schweißnaht) reicht ein moderner Akku-Winkelschleifer locker aus. Der Vorteil: Kein Kabel, kein versehentliches Durchtrennen desselben und volle Bewegungsfreiheit auch an entlegenen Stellen, z.B. im Garten oder auf dem Dachboden.

Allerdings zieht ein Winkelschleifer sehr viel Energie, vor allem beim Schneiden in harten Materialien – das kann den Akku recht schnell leeren. Daher empfiehlt sich ein zweiter Akku (dazu später mehr). Für lange Schleifarbeiten (z.B. große Flächen entrosten) ist ein kabelgebundener Schleifer unter Umständen sinnvoller, um nicht ständig Akkus zu wechseln.

Worauf achten:

  • Scheibendurchmesser: Üblich und für Einsteiger empfehlenswert ist 115 mm oder 125 mm Scheibendurchmesser. 125 mm ist populärer, da die Scheiben nur unwesentlich teurer sind, aber etwas tiefere Schnitte erlauben. Größere Winkelschleifer (180mm/230mm) sind sehr schwer und eher stationär/Profi – für den Anfang unnötig.
  • Drehzahl und Softstart: Standard-Drehzahl ist ~10.000 U/min. Ein Sanftanlauf (Softstart) ist angenehm, damit das Gerät nicht ruckartig auf volle Touren geht.
  • Sicherheit: Ein verstellbarer Schutzschild über der Scheibe ist Pflicht – achte darauf, dass er sich ohne Werkzeug verstellen lässt, um dich bei verschiedenen Arbeitswinkeln vor Funkenflug zu schützen. Ein Seitengriff für beide Hände sollte dabei sein. Einige bessere Modelle haben zudem Kickback-Stopp – das heißt, wenn die Scheibe sich verkantet, schaltet sich das Gerät blitzschnell ab, um einen Rückschlag zu verhindern. Solche Sicherheitsfeatures sind für Anfänger hilfreich, da ein Winkelschleifer zu den potenziell gefährlicheren Werkzeugen gehört, wenn man unachtsam ist.
Akku-Winkelschleifer

Tipps für die Anwendung: Immer die richtige Schutzkleidung tragen (mindestens Schutzbrille, besser Gesichtsschutz und Handschuhe – mehr dazu im Sicherheits-Abschnitt). Stell dir vor, du trennst eine rostige Schraube am Gartenzaun – mit dem Winkelschleifer geht’s in Sekunden. Den Winkelschleifer beim Trennen dabei immer fest mit beiden Händen halten und mit ruhigem Druck arbeiten, nicht verkanten.

Funkenflug beachten (nichts Brennbares in Funkenrichtung lagern). Dann ist das Arbeiten mit dem Akku-Winkelschleifer sicher und effizient. Für Heimwerker ist er goldwert, um z.B. eine Metallstange schnell zu durchtrennen, rostige Schrauben abzuschleifen oder Steinplatten passend zu schneiden, ohne erst eine Metallsäge quälen zu müssen.

Erweiterungstools und Zubehör: Den Werkzeugpark sinnvoll ausbauen

Mit den fünf Basis-Geräten bist du für die meisten Standard-Aufgaben gerüstet. Doch was, wenn deine Projekte immer anspruchsvoller werden? Früher oder später kommst du aber an den Punkt, wo zusätzliche Tools oder praktisches Zubehör das Heimwerken noch effektiver machen. In diesem Abschnitt schauen wir auf sinnvolle Erweiterungen, Werkzeugsets, Zweitakkus und Zubehör, die einem Einsteiger das Leben leichter machen.

Werkzeug-Sets und Kombi-Kits: Viele Hersteller bieten komplette Akku-Werkzeugsets an
, bei denen mehrere Geräte in einem Paket enthalten sind – oft mit Akkus und Ladegerät. Für jemanden, der noch gar nichts hat, kann so ein Set finanziell attraktiv sein. Beispielsweise gibt es Starter-Kits mit Akkuschrauber, Stichsäge und vielleicht einem Multitool zusammen, plus zwei Akkus – oft schon ab ca. 150 bis 200 € erhältlich.

Der Vorteil: Alle Geräte stammen aus einem Akku-System, d.h. die Akkus sind untereinander austauschbar. Das spart Geld, weil du nicht zu jedem Werkzeug separat Akkus kaufen musst. Achte aber darauf, dass die Geräte im Set wirklich die benötigten Basisfunktionen abdecken und nicht irgendwelche exotischen Tools beiliegen, die du selten brauchst. Lieber ein Set mit den Kern-Werkzeugen wählen, als eines, das versucht mit Stückzahl zu beeindrucken, aber vielleicht Kompromisse bei der Qualität macht.

[📦 Platzhalter für Vergleichsblock: 3 Beispiel-Sets im Überblick – Geräte, Akkus, Preisrahmen, Zielgruppe][AAWP]

 Zweitakku und Ladegerät: Eines der wichtigsten Erweiterungen überhaupt ist ein zweiter Akku. Beim Arbeiten gibt es kaum etwas Frustrierenderes, als mitten im Projekt mit leerem Akku pausieren zu müssen. Mit einem Wechselakku kannst du nahtlos weiterarbeiten: einen nutzen, während der andere lädt. Idealerweise hast du auch ein schnelladefähiges Ladegerät, das einen Akku in unter einer Stunde vollladen kann.

So bist du quasi nonstop einsatzbereit. Viele Geräte werden als „Solo“-Variante (ohne Akku) oder als Set mit Akku angeboten – plan gleich ein, mindestens zwei Akkus zu besitzen – so vermeidest du Zwangspausen, vor allem bei energiehungrigen Geräten wie Winkelschleifer oder Bohrhammer, vor allem bei energiehungrigen Geräten wie dem Winkelschleifer.

akku ladegerät

[🔋 Platzhalter für Symbolbox: Wechselakku + Schnellladegerät – visuelle Erinnerung für spätere Pinterest-Grafik][AAWP]

Die Kapazität der Akkus wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Stell dir vor: 2 Ah ist wie ein kleiner Benzintank, 5 Ah wie ein großer, also mehr Reichweite, aber schwerer. Doch was bedeuten z.B. 2 Ah oder 5 Ah in der Praxis? Ganz einfach: Je höher die Ah-Zahl, desto länger hält der Akku durch. Ein 5 Ah Akku hat grob die 2,5-fache Laufzeit eines 2 Ah Akkus am selben Gerät. Dafür ist er größer und schwerer.

Für einen Bohrschrauber reicht oft 2–3 Ah, während man beim Winkelschleifer gerne 4–5 Ah nutzt, um länger arbeiten zu können. Viele Hersteller verkaufen Akkus in verschiedenen Kapazitäten – als Einsteiger muss man nicht den größten nehmen, aber 2 Ah sollte ein Akku mindestens haben, damit man nicht ständig nachladen muss.

 Auf das richtige Zubehör kommt es an: Was nützt der beste Akkuschrauber ohne Bits, oder die Stichsäge ohne Sägeblätter? Ein oft unterschätzter Teil der Werkzeugausstattung ist das qualitativ gute Zubehör – und dabei entscheidet gutes Zubehör oft über Frust oder Flow beim Arbeiten.

[⚡ Platzhalter für Mini-Grafik: Akkugrößen im Vergleich – 2 Ah, 3 Ah, 5 Ah als Energie-Tank-Icons oder Reichweitenbalken]

Hier einige Must-haves:

  • Bohrer- und Bit-Satz: Für Bohrschrauber unverzichtbar. Ein Set aus Holzbohrern, Metallbohrern und Steinbohrern deckt die gängigen Fälle ab. Ebenso ein Sortiment an Schraub-Bits (Kreuz, Schlitz, Torx, Innensechskant). Tipp: Billige Bits verschleißen schnell – ein guter Bit kostet vielleicht 1 €, aber ein ausgenudelter Schraubenkopf kann dich 5 € und viele Nerven kosten – gerade Pozidriv- oder Torx-Bits von guter Qualität kosten nicht die Welt, halten aber deutlich länger und ruinieren die Schraubenköpfe nicht.
  • Sägeblätter für Stichsäge: Hier lohnt es sich, verschiedenartige Blätter parat zu haben: grobe Holzsägeblätter für schnelle Schnitte, feine Blätter für saubere Kurven, Metallblätter für Aluminium oder dünnes Stahlblech, spezielle CleanCut-Blätter für laminierte Platten (reduzieren Ausriss). Stichsägenblätter sind günstig – am besten eine kleine Sammlung anlegen.
  • Aufsätze fürs Multitool: Je nach Projekt brauchst du vielleicht einen Tauchsägeblatt-Aufsatz (für Holz/Kunststoff) um Aussparungen zu sägen, einen Halbmond-Aufsatz für das Entfernen von Fugenmörtel, oder Schleifpads. Orientiere dich an deinen Projekten: Wenn z. B. demnächst das Bad renoviert wird, besorge ein Silikonfugen-Klinge – damit du beim Fliesen entfernen nicht plötzlich zum Baumarkt hetzen musst und evtl. eine Hartmetall-Raspel für Fliesenkleber – so bist du vorbereitet.
  • Trennscheiben und Schleifteller: Für den Winkelschleifer gilt: unterschiedliche Scheiben für unterschiedliche Zwecke. Dünne 1mm-Trennscheiben für Metall machen saubere Schnitte, Diamanttrennscheiben für Stein/Fliesen sind Gold wert, Fächerschleifscheiben (mit radial angeordneten Schleiflamellen) helfen beim Entrosten oder Abschleifen. Lager dir ruhig ein paar gängige Scheiben ein, sie kosten nicht viel und wenn spontan was anfällt, hast du die richtige Scheibe zur Hand. ❗ Wichtig: Die Scheiben müssen zum Durchmesser deines Schleifers passen (meist 125mm) und für die Drehzahl zugelassen sein.
Werkzeug Zubehör

:[🪚 Platzhalter für visuelle Übersicht: ‚Welches Blatt wofür?‘ – Holz grob, Holz fein, Metall, CleanCut]

Neben diesen einsatzbezogenen Zubehörteilen gibt es noch allgemeines Zubehör, das die Arbeit mit Akku-Werkzeugen erleichtert: z.B. eine Werkstattlampe (es gibt akkubetriebene Baustrahler, oft im selben Akkusystem, damit du auch in dunklen Ecken siehst, was du tust) oder ein Werkzeugkoffer/-tasche zur Aufbewahrung.

Gerade bei der Aufbewahrung und Organisation merkt man schnell mit wachsender Werkzeugzahl braucht man ein System.Empfehlenswert ist, jedes Akku-Werkzeug nach Gebrauch zu reinigen, Akkus getrennt zu lagern und zu laden, und eine feste Stelle für jedes Ladegerät einzurichten (eine Lade-Ecke mit Mehrfachsteckdose verhindert das Suchen nach dem Ladegerät-Chaos).

Zusammengefasst: Baue deine Ausstattung schrittweise anhand der Projekte aus, die du angehen willst. Hast du die Basisgeräte, investiere in Zubehör und Akkus. Dann schaue, was dir bei neuen Aufgaben fehlt – etwa ein Akku-Schlagschrauber (sehr hilfreich, wenn du viele lange Schrauben in Holz drehst oder Autoreifen wechseln willst)

Sinnvoll ist auch eine Akku-Handkreissäge, falls du oft lange gerade Schnitte in Bretter machen musst (diese könnte eine logische Erweiterung nach der Stichsäge sein, wenn präzise Längsschnitte anstehen). Wichtig ist: Bleib möglichst in einem Akkusystem, damit alles kompatibel ist und du effizient wirtschaften kannst.

Markenvergleich: Einhell, Makita, Bosch – welche Marke passt zu mir?

Der Heimwerker-Markt wird von einigen großen Marken mit Akku-Systemen dominiert. Einsteiger fragen sich oft: Soll ich gleich auf eine bekannte Marke setzen? und Was sind die Unterschiede? Hier ein neutraler Blick auf drei der populärsten Anbieter – Einhell, Makita und Bosch – und was sie auszeichnet. Vorweg: Alle drei bieten brauchbare Geräte, doch sie zielen auf etwas unterschiedliche Nutzerprofile.

Einhell – Preiswerte Akku-Werkzeuge für Einsteiger und Gelegenheitsheimwerker

Profil: Einhell ist ein deutscher Hersteller, der für ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt ist. Die rote Einhell-Geräteserie “Power X-Change” deckt sowohl klassische Heimwerker-Werkzeuge (Bohrer, Sägen, Schleifer) als auch Gartengeräte (Rasenmäher, Heckenschere etc.) ab – und alle teilen sich denselben Akku. Einhell positioniert sich im Einsteiger- bis Hobbysegment.

[🧰 Platzhalter für Set-Vergleich: „AAWP“ 3 typische Einhell-Starter-Sets mit Geräten, Akkus, Preisrahmen und Zielgruppe]

Vorteile: Für vergleichsweise wenig Geld bekommt man funktionsfähige Geräte, oft auch in Sets. Ideal, wenn man z.B. ein günstiges Akku-Multitool für den gelegentlichen Einsatz sucht oder ein Zweitgerät. Die Power X-Change Akkus sind universell einsetzbar, und das Sortiment ist groß (über 100 verschiedene Geräte). Typische Geräte im System sind z. B. Akkuschrauber, Multitool, Handkreissäge, Rasentrimmer, Akku-Farbpistole oder sogar Werkstattleuchten – alles mit einem Akku betreibbar.

 Für jemanden mit kleinem Budget oder sporadischem Bedarf können Einhell-Produkte völlig ausreichen. Zudem schneiden Einhell-Geräte in letzter Zeit in Tests gar nicht so schlecht ab – sie sind nicht mehr Spielzeug, sondern durchaus ernstzunehmend für Heimwerker.

Nachteile: Die Langzeit-Qualität und Langlebigkeit ist nicht ganz auf dem Niveau teurerer Marken. Bei häufiger oder intensiver Nutzung (z.B. tägliches Heimwerken oder größere Renovierungen) können Schwächen auftreten: Akkus, die nach einigen Jahren an Kapazität verlieren, oder Maschinen, die unter Dauerlast stärker verschleißen. Auch sind die Geräte oft etwas schwerer oder klobiger gebaut, da vermutlich kostengünstigere Materialien verwendet werden. Für gelegentliche Arbeiten ist das kein Problem – wer aber viel und präzise arbeitet, merkt die Unterschiede.

[📦 Platzhalter für Icon-Leiste: „AAWP“ Typische Power X-Change Geräte – als visuelle Übersicht]

 Fazit zu Einhell: Budgetbewusste Einsteiger sind hier richtig. Wer weiß, dass er nur gelegentlich werkelt, kann mit Einhell langfristig zufrieden sein. Man bekommt ein breites Spektrum an Tools und kann sich schrittweise ausstatten, ohne ein Vermögen auszugeben.

Wichtig ist, realistisch zu bleiben: Für zweimal im Jahr einen Zaun zuschneiden reicht Einhell. Wenn du merkst, dass du häufiger baust und bastelst, könntest du später immer noch aufrüsten. Einhell ist zudem interessant, weil sie auch ausgefallenere Geräte haben (z.B. Akku-Farbpistolen, Akku-Heißklebepistole usw.) – alles mit dem gleichen Akku.


[✅ Platzhalter für Produktbox: Einhell Starter-Kit Empfehlung – kombinierbar mit AAWP oder visueller Box]

Makita – Robuste Allrounder für ambitionierte Heimwerker und Profis

Profil: Makita ist eine japanische Marke, die weltweit im Profi- und Heimwerkerbereich geschätzt wird. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1915, und das 18V LXT-Akkusystem existiert seit 2005 – also seit fast zwei Jahrzehnten im Markt etabliert. Besonders bekannt ist Makita für sein 18V Akku-System (LXT), das seit Jahren am Markt ist und eine enorme Auswahl an Geräten umfasst – von Bohrschraubern über Sägen bis hin zu Baustellenradios und Kaffeemaschinen (!).

Makita gilt als sehr solide, langlebig und leistungsfähig. Viele Nutzer berichten, dass ihr Makita-Bohrschrauber auch nach über 10 Jahren im Einsatz noch zuverlässig funktioniert – selbst bei häufiger Nutzung. Preislich liegen die Geräte im Mittelfeld bis oberen Bereich, je nach Modell.

Vorteile: Zuverlässigkeit und Robustheit – Makita-Werkzeuge sind dafür bekannt, ewig zu halten, selbst bei harter Beanspruchung. Viele Handwerker nutzen Makita, und auch ambitionierte Heimwerker schätzen die gleichbleibend hohe Qualität. Das 18V-System ist so verbreitet, dass es quasi zum Standard geworden ist; man findet leicht Ersatzteile, es gibt viele kompatible Zubehörteile, und Akkus werden über Jahre unterstützt – ein Akku von 2005 passt oft noch ins neueste LXT-Gerät (ein Akku von vor 5–10 Jahren passt oft noch ins neueste Gerät).

Makita bietet zudem starke Spezialgeräte, z.B. Akku-Bohrhämmer, die fast an Netzgeräte herankommen. Für jemanden, der vielleicht vom Einsteiger zum Fortgeschrittenen Heimwerker aufsteigt, ist Makita eine investitionssichere Marke.

Nachteile: Kosten sind ein Faktor – Makita ist teurer als Einhell, klar.

Technologiekritik: Spät, aber stabil

 Ein weiterer Punkt: Die Technologie der Akkus war lange konservativ. Makita hat relativ spät bürstenlose Motoren und Akku-Management eingeführt. Während andere Marken z.B. schon smarte Bluetooth-Akkus hatten, hielt sich Makita ans Bewährte. Das ist zwar zuverlässig, aber z.B. eine Akku-Ladestandsanzeige an jedem Akku suchte man bei Makita bis vor kurzem vergeblich (viele Akkus hatten keinen eingebauten Ladestandmesser, was Nutzer kritisierten).

Inzwischen gibt es modernisierte Serien (auch ein 40V-System namens XGT für sehr leistungsintensive Geräte). Als Einsteiger bekommt man von diesen Feinheiten kaum etwas mit – aber es zeigt, dass Makita manchmal traditionell agiert. Außerdem passen Makita-Akkus nur auf Makita-Geräte – es gibt keine markenübergreifende Allianz wie bei Bosch (dazu gleich mehr). Wer Makita wählt, bleibt in der Welt von Makita – allerdings ist diese Welt sehr groß und umfangreich.

Fazit zu Makita: Wenn du dauerhaft Heimwerken als Hobby betreiben willst – Makita ist wie ein solides altes Mercedes-Taxi unter den Werkzeugmarken: nicht billig, aber verlässlich – oder größere Projekte planst (Renovierung, Holzkonstruktionen etc.), dann lohnt sich der Griff zu Makita. Es ist eine Marke, mit der du kaum etwas falsch machst, sofern dein Budget es zulässt. Die Geräte sind leistungsstark und verzeihen auch mal gröbere Behandlung. Gerade Bohrschrauber und Winkelschleifer von Makita genießen einen exzellenten Ruf. Makita ist oft die Wahl von Leuten, die sagen: “Ich möchte lieber einmal richtig kaufen, als mehrfach billig.”

[✅ Platzhalter für Produktbox: „AAWP“ Makita Starter-Kit – z. B. Bohrschrauber + 2 Akkus + Ladegerät + Systemkoffer]

Bosch – zwei Welten: Grün für Hobby, Blau für Profi

Profil: Bosch bietet sowohl Heimwerker-Geräte (grüne Serie) als auch Professional-Geräte (blaue Serie) an. Das kann anfangs verwirren. Einfach gesagt: Bosch Grün (Home & Garden) richtet sich an Hobby-Heimwerker und Bosch Blau (Professional) an Handwerker und sehr engagierte Nutzer. Wichtig: Die Akkus der grünen und blauen Serie sind nicht kompatibel miteinander, da es zwei getrennte Systeme sind. Daher sollte man sich zunächst für eine Linie entscheiden. Hier betrachten wir vor allem Bosch Grün, da es um Einsteiger geht – aber ein kurzer Vergleich sei erlaubt.

[📊 Platzhalter für Vergleichstabelle: Bosch Grün vs. Blau – Spalten: Preis | Robustheit | Akkusystem | Zielgruppe]

Bosch (Grüne Serie) – Heimwerker-Line: Diese Geräte findest du in praktisch jedem Baumarkt. Sie sind qualitativ ordentlich, dabei benutzerfreundlich und etwas preisgünstiger als die Profi-Modelle. Bosch hat im 18V-Heimwerker-Segment die “Power for All”-Allianz gestartet – ein Akku für Heckenschere, Staubsauger und Werkstattlampe, d.h. verschiedene Hersteller teilen sich einen Akku-Steckplatz. Beispielsweise nutzt Gardena (Gartengeräte) die gleichen Akkus wie Bosch Grün.

Für dich heißt das: Wenn du z.B. schon einen Bosch-Akkuschrauber hast, passt dessen Akku auch in eine Gardena-Akku-Heckenschere oder in den Bosch-Handstaubsauger für die Werkstatt. Das Ökosystem ist hier ein großer Pluspunkt – vom Haus über den Garten bis zum Haushalt kannst du alles mit dem gleichen Akku betreiben. Du bekommst für Haus, Garten und sogar Haushalt (Staubsauger, Lampen etc.) Geräte, die auf dem gleichen 18V-Akku basieren.

Die Leistung der grünen Bosch-Geräte ist für typische Heimwerker-Arbeiten völlig ausreichend – z. B. Regale montieren, Laminat sägen, Möbel aufbauen. Sie sind meist etwas weniger robust als blaue Bosch-Geräte (mehr Kunststoff statt Magnesiumgehäuse usw.), aber dafür leichter und günstiger.

Für Einsteiger sind sie sehr attraktiv, weil Bosch auch viel Wert auf Sicherheit und Bedienung legt (die Geräte haben oft gute Anleitungen, sind ergonomisch durchdacht und es gibt einen soliden Kundenservice).

 Bosch (Blaue Serie) – Professional: Diese Geräte sind teurer, aber auch sehr langlebig und leistungsstark. Interessanterweise sind manche blauen Geräte gar nicht viel stärker als grüne – aber sie halten Dauerbelastung besser stand und haben Features, die Profis schätzen (z.B. austauschbare Bohrfutter, noch bessere Elektronik, exakt einstellbare Drehmomente, Connectivity-Funktionen per App).

Als Einsteiger braucht man die blaue Serie in der Regel nicht. Es sei denn, man hat ein super Angebot oder weiß genau, dass man quasi-professionelle Ansprüche hat.

 Fazit zu Bosch: Bosch Grün ist ein hervorragender Mittelweg: qualitativ verlässlich, breit verfügbar, fairer Preis und ein Markenname, der für Garantieleistungen und Service steht. Viele Heimwerker starten mit einem grünen Bosch Akkuschrauber und bauen darauf auf. Das Akku-System „Power for All“ macht es einfach, später zu erweitern – egal ob mit einer Bosch Stichsäge oder einem Gardena-Rasenmäher.

Bosch Blau ist toll, aber eher interessant, wenn du langfristig in Top-Geräte investieren willst – z. B. beim Ausbau eines Dachbodens oder einer Werkstatt oder einen speziellen Anspruch hast. Ein Vorteil bei Bosch: Du kannst zunächst grün kaufen, und Jahre später, falls du profi-mäßig aufrüsten willst, immer noch auf blau umsteigen (dann allerdings mit neuen Akkus). Beide Welten sind qualitativ hoch einzustufen, nur die Zielgruppe unterscheidet sich.

 Andere Marken: Natürlich gibt es neben den drei genannten noch weitere gute Marken: Metabo (sehr stark, zudem Initiator des markenübergreifenden CAS-Akkusystems – für Einsteiger aber vielleicht Overkill. Ryobi (ähnlich Einhell im Ansatz, aber international verbreitet und innovativ), DeWalt (US-Marke, sehr robust, gelb-schwarze Geräte sieht man oft bei Profis – typisch sind Akku-Sägen, Nagelpistolen, Baustellen-Radios und kraftvolle Schrauber).

Nicht zu vergessen Parkside (Hausmarke von Lidl – extrem preisgünstig, überraschend brauchbar für seltene Einsätze, aber nicht mit den großen Systemen kompatibel). Letztlich solltest du eine Marke wählen, die zu deinem Budget und deinen Plänen passt. Wichtig: Bleib möglichst bei einer Marke / einem Akkusystem, damit du Akkus und Ladegeräte nicht doppelt und dreifach brauchst.

[🔋 Infobox: CAS-Akku – kompatibel mit über 30 Herstellern, ein Akku für viele Marken]

Kaufberatung: Worauf achten bei Akku-Werkzeuge für Einsteiger? – Sicherheit und typische Fehler vermeiden

Zum Abschluss noch einige grundlegende Tipps zur Kaufentscheidung, Sicherheitsaspekte bei Akku-Werkzeugen und wie du Anfängerfehler vermeidest. So holst du das Beste aus deiner neuen Ausrüstung heraus und arbeitest von Anfang an sicher und effizient.

Akku-Werkzeug kaufen: Wichtige Kriterien für Einsteiger.

 1. Leistungsklassen (Spannung):

Akku-Werkzeuge gibt es grob in drei Spannungsbereichen – 12 Volt, 18 Volt und 36/40 Volt. Für 90% aller Heimwerker-Jobs reicht 18V völlig aus, deshalb konzentrieren wir uns hierauf, zumal die meisten großen Akkusysteme langfristig darauf aufbauen und sich damit besonders gut erweitern lassen.

12V-Geräte sind kleiner und leichter, super für enge Räume oder wenn man mobil sein will (z.B. Akkuschrauber in der Küchenmontage). Allerdings haben sie weniger Power und oft kürzere Laufzeit.

36V (oder duale 18V-Systeme) kommen ins Spiel bei schweren Geräten (große Rasenmäher, Beton-Bohrhämmer), die ein Anfänger selten braucht. Unser Rat: Starte mit 18V – das ist der beste Kompromiss aus Kraft und Handlichkeit, und es gibt die größte Auswahl an Werkzeugen dafür.

2. Akkukapazität und Akkutyp:

Wie schon erwähnt, ist die Kapazität (Ah) wichtig für die Arbeitsdauer. Stell dir das wie einen Benzintank vor: 2 Ah = klein, 4 Ah = mittel, 5 Ah = groß – je größer, desto länger kannst du arbeiten (aber auch schwerer und teurer). Überlege, wie dein Nutzungsprofil ist: Willst du mal längere Zeit durchgehend bohren/schleifen (dann nimm ruhig 4-5 Ah Akkus), oder machst du meistens kurze Einsätze (dann reichen 2-3 Ah, was auch Gewicht spart).

Viele Einsteiger wundern sich, warum beispielsweise ein Werkzeug mit 2 Ah Akku deutlich günstiger ist – ein 2-Ah-Akku kostet ca. 40 €, ein 5-Ah-Akku oft 80 € oder mehr als dasselbe mit 5 Ah – der Akku macht den Unterschied im Preis! Generell ist es gut, mit zwei Mittelklasse-Akkus zu starten (z.B. zwei 2.5 Ah Akkus). Später kann man bei Bedarf einen größeren Akku nachkaufen. Achte darauf, Originalakkus oder qualitativ hochwertige Alternativen zu verwenden – Billig-Nachbauten aus dubioser Quelle können Sicherheitsrisiken bergen und die Maschine schädigen.

 3. Mit oder ohne Kabel?

Hier und da steht man vor der Entscheidung Akku vs. kabelgebunden. Für die Basis-Werkzeuge empfehlen wir Akku. Beim Arbeiten im Garten oder auf der Leiter ist Akku unschlagbar, weil die Vorteile (Mobilität, Sicherheit kein Kabel durchzuschneiden, Flexibilität draußen) überwiegen. Moderne Akku-Geräte haben genug Power, um im Heimwerker-Einsatz mitzuhalten.

Ein paar Ausnahmen: Stationäre oder Dauerlauf-Geräte wie z.B. eine Tischkreissäge, ein Werkstattsauger oder eine Hobelmaschine – die sind oft kabelgebunden besser oder überhaupt nur so erhältlich. Als Anfänger konzentriere dich aber erst mal auf die mobilen Handwerkzeuge.

Akku Werkzeug richtig wählen
Tipp: Grafik anklicken zum Vergrößern

 4. Brushless-Motor – ja oder nein?

 Brushless bedeutet bürstenloser Motor. Traditionelle Elektromotoren haben Kohlebürsten, die sich abnutzen; bürstenlose Motoren kommen ohne aus, sind dadurch wartungsfrei, effizienter und oft kompakter bei gleicher Leistung – wie z. B. bei einem Bohrschrauber, der häufig unter Last läuft. Viele neuere Akku-Werkzeuge sind brushless, aber einige Einsteigermodelle nicht.

Muss man Brushless unbedingt haben? Nicht zwingend, aber es ist ein Pluspunkt, besonders bei Geräten, die viel Leistung bringen müssen (Bohrschrauber, Winkelschleifer). Bürstenlose Motoren haben auch den Vorteil, dass sie weniger Hitze entwickeln und den Akku etwas schonen, was bei längerer Nutzung spürbar wird.

Unser Tipp: Wenn der Aufpreis moderat ist, nimm das brushless-Modell – oft liegt der Unterschied nur bei 10–30 €, je nach Gerät. Oft liegt der Unterschied nur bei 10–30 €, je nach Gerät. Wenn es viel teurer ist, tut es für den Anfang auch eines mit Bürsten. Du kannst die Bürsten im Zweifel nach einigen Jahren tauschen (lassen). Bei kleinen Geräten wie einem Mini-Akkuschrauber spielt es fast keine Rolle.

 5. Verarbeitung und Ergonomie:

Nimm – wenn möglich – das Werkzeug in die Hand, bevor du kaufst – z. B. im Baumarkt oder bei einem Bekannten. Liegt es gut in der Hand? Erreichst du Schalter und Regler bequem? Wackelt irgendwas? Gerade bei Online-Käufen sind Kundenbewertungen hilfreich, um ein Gefühl für Haptik und Qualität zu bekommen.

Markenprodukte haben hier oft die Nase vorn: z.B. ein gummierter Griff, präzise einrastende Einstellungen (wie Drehmomentstufen beim Schrauber) und kleine Details wie ein Gürtelclip oder magnetische Bit-Halter können den Unterschied machen im Alltag. Achte auch auf Sicherheitsfeatures: Hat der Bohrer einen Überlastschutz? Verfügt der Akkuschrauber über eine Motorbremse? Hat der Winkelschleifer vielleicht eine Sanftanlauf- und Abbremsautomatik?

✅ Verfügt der Akkuschrauber über eine Motorbremse? Hat der Winkelschleifer vielleicht eine Sanftanlauf- und Abbremsautomatik? Solche Dinge klingen technisch, aber sie erhöhen die Sicherheit und Lebensdauer enorm. Gute Geräte haben oft LED-Anzeigen, die z.B. warnen, wenn das Gerät überhitzt oder der Akku fast leer ist.

 6. Set oder Einzelkauf:

Viele Hersteller bieten Kits (z.B. Bohrschrauber + Stichsäge + 2 Akkus) an. Für Einsteiger sind Sets verlockend, weil man auf einen Schlag viel bekommt. Prüfe aber immer den Inhalt kritisch: Brauche ich wirklich alle enthaltenen Geräte? Stimmen die technischen Daten? Manchmal sind Sets etwas abgespeckt (der Bohrschrauber im Set hat evtl. kein Metallbohrfutter, während das Einzelmodell eines hätte – solche Feinheiten kann es geben).

Wenn das Set aber gut zusammengestellt ist, spricht nichts dagegen – im Gegenteil, du sparst oft Geld. Einzelkauf hingegen erlaubt, genau das Wunschmodell zu nehmen, ggf. von unterschiedlichen Marken. Allerdings verlierst du dann die Akku-Kompatibilität. Für den Anfang ist ein Marken-Starterset in Ordnung, man kann später immer noch Einzelgeräte ergänzen (innerhalb des Systems).

Sicherheit beim Arbeiten mit Akku-Werkzeugen

Akku-Werkzeuge nehmen einem zwar das Kabel weg, die Sicherheitsregeln bleiben aber genauso wichtig. Hier die wichtigsten Punkte, damit du unfallfrei werkelst:

Schutzausrüstung: Trage immer eine Schutzbrille, sobald du bohrst, schleifst oder sägst – auch bei Holz können Splitter oder Staub ins Auge gehen. Gehörschutz ist empfehlenswert bei lauten Geräten wie Winkelschleifer oder Bohrhammer (auch Akkugeräte können einen Kreisch-Pegel erreichen). Beim Trennen von Metall oder Stein unbedingt Handschuhe und am besten einen Gesichtsschutz (Visier) tragen, da Funken und Splitter fliegen. Achte auf enganliegende Kleidung; keine flatternden Ärmel oder Schmuck, der sich in rotierenden Teilen verfangen kann.

Arbeitsschutz beim Gebrauch von Akkuwerkzeugen
Tipp: Grafik anklicken zum Vergrößern

Arbeitsumgebung: Auch ohne Kabel gilt: Sorge für einen stabilen Stand und eine aufgeräumte Umgebung. Stolperfallen auf dem Boden, wackelige Werkstücke oder Kinder/Tiere, die plötzlich ins Arbeitsgebiet laufen – all das kann Unfälle provozieren. Spanne Werkstücke wenn möglich in einem Schraubstock oder mit Zwingen fest, anstatt sie mit der Hand zu halten beim Bearbeiten.

Akku-Handling: 🚫 Warnung: Akkus niemals großer Hitze aussetzen (nicht in praller Sonne liegen lassen) und im Winter nicht im eiskalten Auto lagern – extreme Temperaturen schaden der Zelle und können im schlimmsten Fall zu Brand oder Platzen führen.

Falls ein Akku mechanisch beschädigt wurde (Sturz, Gehäuse gerissen), nicht mehr verwenden. Im Zweifel beim Hersteller prüfen lassen oder fachgerecht entsorgen lassen. Lagere Akkus am besten bei Zimmertemperatur und lade sie mit dem vorgesehenen Ladegerät. Moderne Ladegeräte hören automatisch auf zu laden, sobald der Akku voll ist – Überladen ist normalerweise kein Thema.

Wichtig: Wenn ein Akku leer ist, spürst du das am Leistungsverlust oder das Gerät hat eine Schutzabschaltung. Ziehe den Akku rechtzeitig zum Laden ab, und lass ihn nicht komplett tiefentladen rumliegen; Li-Ion-Akkus mögen das nicht und könnten Schaden nehmen.

 ⚠️ Hinweis: Gerade Akkumaschinen vermitteln manchmal ein gefährliches Gefühl von Harmlosigkeit, weil kein Kabel da ist – aber ein 18V-Winkelschleifer z.B. hat die gleiche Scheibe wie ein Netzgerät und kann übel schneiden, wenn man unvorsichtig ist.

 Richtige Verwendung der Geräte: Ein häufiger Anfängerfehler ist, das falsche Zubehör zu nutzen – z.B. einen Holzbohrer für Metall (wird stumpf und überhitzt), oder ein Sägeblatt für Holz in Metall stecken (zerstört das Blatt und es kommt nicht voran). Verwende immer Aufsätze, die für das Material gedacht sind. Ein weiteres Thema: Zu viel Kraft aufwenden. Lass die Maschine arbeiten! Druck beim Bohren ja, aber mit Gefühl. Bei der Stichsäge nicht auf das Blatt seitlich drücken.

Beim Schrauben den richtigen Bit benutzen und vorher das Drehmoment antesten, damit du die Schraube nicht überdrehst. Viele Fehler passieren durch Übereifer – wer mit zu viel Druck arbeitet, verkantet schnell die Stichsäge oder beschädigt das Werkstück. Lieber langsam und sauber als hastig mit Gewalt – das Ergebnis wird besser und das Werkzeug dankt es dir.

🌡️ Pausen und Überhitzung: Akku-Werkzeuge haben meist einen Überhitzungsschutz,
der sie abschaltet, wenn Motor oder Akku zu heiß werden. Es ist dennoch gut, dem Gerät auch mal eine Pause zu gönnen in intensiven Phasen.

Besonders Bohrmaschinen und Schleifer können warm laufen. Fühlt sich das Gehäuse sehr heiß an oder riechst du gar etwas Verschmortes, sofort stoppen und abkühlen lassen. Prüfe auch regelmäßig die Lüftungsschlitze auf Staub – verstopfte Kühlschlitze führen zu Hitzestau.

Transport und Lagerung: Trenne wenn möglich immer den Akku vom Gerät, wenn du es nicht benutzt, besonders beim Transport. So verhinderst du, dass z.B. im Kofferraum die Maschine unbeabsichtigt anläuft. Einige Geräte haben dafür auch Sperr-Schalter (z.B. viele Sägen haben einen zusätzlichen Entriegelungsknopf, damit sie nicht von alleine anlaufen können).

Lagere deine Werkzeuge trocken und sauber. Akku-Werkzeuge vertragen Staub und Feuchtigkeit auf Dauer schlecht – nach dem Projekt → mit Druckluft oder Pinsel reinigen – nach einem staubigen Projekt ruhig mal mit Druckluft oder Pinsel reinigen. Und: Lade deine Akkus alle paar Monate nach, wenn du lange nicht werkelst, damit sie nicht tiefentladen.

Typische Anfängerfehler beim Werkzeugkauf und -einsatz

Zum Schluss ein kleiner Blick auf Fallen, in die viele Heimwerker am Anfang tappen – und wie du sie vermeiden kannst:

 Fehler 1: Billig-Sets im Überfluss kaufen.

Beispiel: 10 Geräte für 129 €, aber nach drei Einsätzen Schrott – klingt günstig, ist aber selten sinnvoll. Die Verlockung ist groß: Im Discounter oder Online gibt’s ein 10-teiliges Werkzeugset für 150€. Klingt toll! Leider ist die Qualität solcher Sets oft bescheiden. Die Geräte haben wenig Power, die Akkus halten nicht lange und das Zubehör (z.B. Bohrer) ist schnell stumpf.

Besser: Lieber weniger, aber vernünftig kaufen. Ein guter Bohrschrauber und eine solide Stichsäge bringen dich weiter als ein Koffer voller Kompromisse. Natürlich musst du kein Vermögen ausgeben – aber no-name Bundles für Dumpingpreise enden oft in Frust oder Nachkäufen.

Fehler 2: Falsche Prioritäten – zuerst selten gebrauchte Geräte anschaffen.

Stell dir bei jedem Gerät die Frage: Würde ich das in den nächsten Monaten mehr als einmal nutzen?. Manch einer kauft als erstes einen Akku-Mörtelrührer oder eine Tischfräse, weil es gerade ein Angebot gab – und stellt dann fest, dass er eigentlich keinen Bohrschrauber besitzt. Baue systematisch auf: Erst die Basics (siehe unsere Top 5), dann nach Bedarf erweitern.

Überlege bei jedem Kauf: Wie oft werde ich das nutzen? Wenn die Antwort „vielleicht einmal im Jahr“ ist, kann man den Kauf meist verschieben. Ausnahme: Wenn genau dieses Spezialwerkzeug für ein anstehendes Projekt zwingend nötig ist (z.B. ein Fliesenschneider für Badrenovierung), dann lohnt sich auch eine Anschaffung nur für dieses Projekt – aber auch hier kann man abwägen, ob Mieten oder Leihen eine Alternative wäre, statt zu kaufen.

Fehler 3: Nicht kompatible Akkusysteme mixen.

Heute ein günstiger Schrauber von Marke A, morgen eine Säge von Marke B – plötzlich hat man fünf verschiedene Ladegeräte und Akkus herumfliegen. Das ist teuer und unpraktisch. Setze auf ein Akku-System, zumindest innerhalb einer Spannungs-Klasse. Du musst dich nicht für alle Ewigkeit binden, aber zumindest für den Aufbau der Grundausstattung ist es clever, bei einer Marke/Familie zu bleiben.

Es gibt mittlerweile markenübergreifende Allianzen (z.B. Bosch Power for All, oder Metabo CAS), wo mehrere Hersteller einen Akku standardisiert haben. Das kann man nutzen, um vielfältiger auszuwählen und trotzdem nur einen Akkutyp zu haben.

Fehler 4: Keinen Ersatzakku einplanen.

Ein zweiter Akku kostet 40–60 €, erspart aber Wartezeit und Frust – wie oben betont: Ein Akku ist kein Akku. Schaff dir immer zeitnah einen zweiten an, sonst macht das Werkeln nur halb so viel Spaß, wenn ständig Zwangspausen entstehen.

Fehler 5: Sicherheitsregeln ignorieren, weil es “nur Akku” ist

⚠️ Wir haben es schon angesprochen: Auch Akkugeräte können Verletzungen verursachen. Lass dich von der neuen Freiheit nicht dazu verleiten, z.B. auf die Schutzbrille zu verzichten. Gerade weil man flexibler ist, geht man vielleicht mal auf die Leiter mit dem Bohrer – denke an die Sicherheit (Gerät mit einem Tragegurt sichern, Leiter richtig aufstellen usw.). Akku-Werkzeuge sind Maschinen wie andere auch und verdienen den gleichen Respekt. Lieber etwas mehr Zeit nehmen und sicher arbeiten, als schnell-schnell und dann passiert was.

Fehler 6: Werkzeug überlasten.

Ein häufiger Anfängerfehler ist es, ein zu kleines Werkzeug für eine zu große Aufgabe zu nehmen. Beispiel: Versuchen, mit dem Akkuschrauber 10er Löcher in Beton zu bohren – hier quält man Gerät und Akku, und es wird nichts. Dafür gibt es Bohrhämmer. Oder mit der kleinen Stichsäge 8cm Balken schneiden – das dauert ewig und ist nicht das richtige Werkzeug (hier wäre eine Säbelsäge oder Kettensäge besser). Ergebnis: Man ist frustriert und meint, das Werkzeug tauge nichts, dabei wurde es außerhalb seiner Spezifikation eingesetzt.

Tipp: Informiere dich, für welche Materialien und Dimensionen dein Werkzeug ausgelegt ist (steht oft in der Betriebsanleitung in Form von maximalen Durchmessern oder Materialstärken). Scheue dich nicht, bei größeren Projekten vielleicht doch ein leistungsstärkeres Gerät auszuleihen. Das ist kein Versagen des Akkutools, sondern einfach kluges Ressourcenmanagement.

Wenn du diese Punkte beherzigst, wirst du als Einsteiger viel Freude an deinen Akku-Werkzeugen haben und schnell dazulernen, was für dich am besten funktioniert. Jeder macht mal Fehler – wichtig ist, daraus zu lernen und die Werkzeughandhabung stetig zu verbessern.

Fazit: Die optimale Heimwerker-Ausstattung und Fahrplan zum Erfolg

Fassen wir zusammen: Mit einem Akkuschrauber, einem Akku-Bohrschrauber, einer Stichsäge, einem Multitool und einem Winkelschleifer – eine bewusst zusammengestellte Auswahl, die alle grundlegenden Einsatzbereiche im Heimwerkeralltag systematisch abdeckt bist du für die meisten DIY-Herausforderungen gewappnet.

Diese fünf Geräte bilden die Basis-Ausstattung, auf der du aufbauen kannst. 🧭 Doch welches Werkzeug kommt wann ins Spiel? Und wie geht es danach weiter? Hier ein visueller Fahrplan in Form einer Infografik, der dir eine mögliche Reihenfolge und die Einsatzgebiete aufzeigt:

Werkzeugauswahl für Akkuwerkzeug
Tipp: Grafik anklicken zum Vergrößern

Wie liest man den Fahrplan?
Zuerst schafft man sich Akkuschrauber und Bohrschrauber an (Phase 1). Das sind die Grundpfeiler. In Phase 2 folgen Säge (Stichsäge), Multitool und Winkelschleifer, um das Spektrum deutlich zu erweitern – nun kannst du schon sehr viele Arbeiten durchführen (Holz bearbeiten, Metall schneiden, renovieren etc.).

Phase 3 ist offen und richtet sich nach deinen persönlichen Projekten: Hast du alle Basisgeräte, merkst du am ehesten, was dir als nächstes fehlt. Vielleicht soll als Nächstes ein Schwingschleifer her, um Holzmöbel abzuschleifen, oder ein Akku-Nagler für Bastelarbeiten.

Wichtig ist die Reihenfolge: Erst die grundlegenden Helfer, dann die Spezialisten. Und vergiss dabei nicht, immer mal zu prüfen, ob du genügend Akkukapazität und Zubehör hast – diese unscheinbaren Dinge entscheiden oft über Erfolg oder Frust.

Schlussgedanke: Akku-Werkzeuge haben das Heimwerken revolutioniert. Sie sind mobil, sicher und leistungsfähig genug, um dem Hobby-Heimwerker nahezu alle Freiheiten zu geben. Die Frage “Welches Akku-Werkzeug braucht man wirklich?” lässt sich nun beantwortet: Die soliden Klassiker, sinnvoll ergänzt durch Zubehör und später spezialisierte Geräte nach Bedarf. Mit diesem Ratgeber und dem Fragenkatalog im Rücken bist du gut gerüstet, um fundierte Kaufentscheidungen zu treffen.

[Platzhalter für Eintrageformular Email-Liste, „Lade dir den fragenkatalog als PDF herrunter und erhalte regelmäßig wertvolle Tipps direkt in dein Postfach“] Starte mit einer überschaubaren Ausstattung, lerne die Geräte kennen und baue Schritt für Schritt aus. So wächst deine Werkstatt organisch mit deinen Fähigkeiten – und du vermeidest teure Fehlkäufe oder Enttäuschungen.

Am Ende wirst du stolz auf deine Auswahl blicken können, wenn jedes Werkzeug seinen festen Platz und Zweck hat. Viel Erfolg und Freude beim Heimwerken! Denken wir daran: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – aber mit dem richtigen Werkzeug in der Hand kommt man dem Meisterstück schon ein ganzes Stück näher. Viel Spaß beim Schrauben, Sägen und Bauen!

Weiterführende Links und Quellen für Akku-Werkzeuge für Einsteiger

  • An dieser Stelle werden wir die sukzessive alle wichtigen Links für Akku-Werkzeuge für Einsteiger zur Verfügung stellen
Inhaltsverzeichnis
    Fügen Sie eine Überschrift hinzu, um mit der Erstellung des Inhaltsverzeichnisses zu beginnen
    Nach oben scrollen